Die Unwirtlichkeit deutscher Studentenwohnheime

Pubblicato: 8 dicembre 2009 in Erfahrungen in Deutschland
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Riflessioni su un soggiorno in Germania (agosto 2008)

Ich möchte von dem Studentenwohnheim sprechen, in dem ich hier in Trier untergebracht bin, im Vergleich zu dem, wo ich während meiner Studentenjahre in Italien wohnte. Ich glaube die Gegenüberstellung kann angebracht sein, weil die beiden Wohnhäuser vermutlich ungefähr zur gleichen Zeitpunkt erbaut wurden.

Ein paar Worte über mein ehemaliges Studentenwohnheim können schon reichen. Von außen her war es eine Reihe unauffälliger populärer Gebäuden, mit einem zentralen Platz zum Ballspielen. Im ersten war ein „Hausmeister“, der immer anwesend war, auch nachts, wenn man ihn brauche. Jedes Gebäude hatte 6 große Wohnungen, die ungefähr 10 Leuten unterbrachten (aber normalerweise mehr, da sich immer der Freund oder die Freundin der einen oder des anderen einschmuggelte). Die meisten waren Doppelzimmer, die wenigen Einzelzimmer waren nämlich den älteren Studenten vorbehalten. Wir hatten eine riesige Küche, wo wir gemeinsam aßen, Partys gaben, Gitarre spielten und manchmal auch lernten. Das Geschirr teilten wir natürlich auch unter uns, und jeder kaufte für sich ein, aber für das, was an Lebensmittel, Spürmittel und Sonstiges von generellem Gebrauch war, hatten wir eine gemeinsame Kasse. Abends was sowieso immer jemand da, mit dem man gemeinsam essen konnte.

Martinskloster wirkt eigentlich von außen her sehr hübsch. Wenn man aber das Studentenheim betritt, denkt man sich, dass es wohl ein Krankenhaus sein konnte. Ein langer Flur, auf beiden Seiten dessen eine Reise gleichdistanzierter Türe (16 im linken Flur, ich schätze gleich so viel im rechten). Außer den zwergenhaften Einzelzimmern sind einige gemeinsame Räume, unter denen die Küche. In dieser letzten scheinen immer Putzarbeiten im Gang zu sein, denn der Tisch ist stets mit umgekippten Stühlen besetzt – und trotzdem klebt es unter den Füßen. Über und Unten dem Herd sind mit Zimmernummer und Schloss versehenen Schränken. In diesem „gemeinsamen“ Raum trifft man nur flüchtig die eine oder der andere Student, der sich normalerweise ein Brötchen oder eine Tasse Kaffee erwärmt, um dann schnell wieder aufs eigene Zimmer abzuhauen. Übrigens ist der Herd nicht mit normalem Gas versorgt, sondern elektrisch. Der Backofen ist mit einem Hängeschloss versehen, was den an der Tür aufgehängten Zettel rechtfertigt, der lautet „der Schüssel für den Backofen befindet sich bei X, Zimmer n…..“. Haben vielleicht die Eltern der jungen Deutschen Angst, dass ihre Kinder sich umbringen können?

Aber noch mehr als an ein Krankenhaus könnte man bei hier an ein Gefängnis denken. Obwohl etwas schwierig wäre zu sagen, wer der Gefangene tatsächlich ist, da einer nicht einmal den großen Hof betreten kann, wenn er keinen Schüssel besitzt. Um irgendeinen “Raum” zu betreten (auch Flure), braucht man nämlich einen Schüssel, selbst für den Zugang zum Müllcontainer.

Das am meisten Beeindruckende ist aber, dass die Kommunikation hier über an den Türen aufgehängten Zettel erfolgt. Man ist hier von anonymen Warnungen umgeben, die von einem verlangen, die Klobürste oder das Haarsieb zu benutzen, das Geschirr in die Schränke einzuräumen, keine Kippen ins Klo zu schmeißen und das im Staubsaugerraum Stehende mit Name und Zimmer zu beschriften; denn, im negativem Fall, wird es weggeschmissen. Dieser letzte Zettel trägt die Unterschrift vom Hausmeister, den ich bisher noch nicht das Glück gehabt habe zu treffen. Der schönste Raum ist tatsächlich der Trocknenraum, der etwas Buntheit im „schwarz und weißen“ Leben des Wohnheims bringt. Ich lasse gern dem Leser daraus schließen, was für ein Erziehungsmuster dieser Architektur zugrunde liegen kann.

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commenti
  1. anna ha detto:

    ciao cara!! many compliments, che lavorone!! non capisco il tedesco ma bello!!:)a presto e buon blogging

  2. Danila Moro ha detto:

    cara anna, allora perché non hai letto e commentato qualcosa in italiano? Quello è l’unico articolo in tedesco che ho caricato! L’ho scritto l’anno scorso a Trier. E perché non fai un blog anche tu, invece di scrivere su quel giornalino inglese? Dai, è facilissimo!

  3. Andres C ha detto:

    Liebe Danila, du hast wirklich ein tolles Blog.

    Martinskloster war vielleicht nicht so schön, aber ich bin der Meinung, dass das Verhältnis zwischen Preis und Bequemheit nirgendwo anders in Europa so gut ist wie in Deutschland.

  4. claudia ha detto:

    Hallo alle,

    Ich werde in diesem Studentenwohnheim wohnen. Ich möchte wissen: Wie komme ich vom Trier Hauptbahnhof zum Martinskloster? Muss ich den Taxi nehmen? Und noch etwas betreffend der Zimmer. Ich werde in einem Einzelzimmer wohnen. Verfüge ich dort über eigene Duschkabine oder befindet sich diese auf dem Flur? 😀

  5. Anonimo ha detto:

    Hallo Claudia, das ist eigentlich kein Forum, aber ich sage dir gerne, was ich weiß. Ich bin damals mit dem Bus gefahren, er hält vor das Haus, aber die Nummer weiß ich nicht mehr (du kannst am Bahnhof fragen). Dusche und WC sind auf dem Flur (mindestens in dem Gebäude, wo ich unterbracht war, aber ich schätze, es ist auch in den anderen so). Viel Spaß!

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